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Wie gelingt eine optimale Raufutterversorgung auf Turnieren?

Optimale Raufutterversorgung auf Turnieren: So bleibt dein Pferd beim CHIO Aachen, bei der WM & Co. bestens versorgt.

Wer schon einmal am frühen Morgen über das Turniergelände des CHIO Aachen gelaufen ist, während die ersten Pfleger die Boxen ausmisten und die Wasserstände in den Eimern prüfen, der weiß: Ein großes Turnier ist ein logistischer Kraftakt. Und mittendrin steht eine Frage, die auf den ersten Blick banal wirkt, in der Praxis aber über Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit entscheidet – nämlich die nach dem Raufutter.

Große Turniere wie der CHIO Aachen oder eine Weltmeisterschaft bedeuten Höchstleistung für Pferd und Reiter. Reisen, eine ungewohnte Umgebung, veränderte Tagesabläufe und sportliche Belastungen stellen besondere Anforderungen an das Management. Umso wichtiger ist es, bei der Raufutterversorgung auf Qualität, Verlässlichkeit und eine möglichst einfache Handhabung zu setzen. Denn während sich rund um den Parcours vieles kurzfristig regeln lässt, gehört das Futter zu den Dingen, die man besser lange im Voraus durchdenkt.

Was sich für das Pferd auf einem Turnier verändert

Ein Turnierpferd verlässt für ein paar Tage nahezu alles, was seinen Alltag ausmacht. Der Transport dauert unter Umständen viele Stunden, die Umgebung ist fremd, die Nachbarbox riecht nach einem unbekannten Pferd, und selbst die Geräuschkulisse ist eine andere. Dazu kommen verschobene Fütterungs- und Trainingszeiten, eine höhere körperliche und mentale Belastung und – für sensible Pferde nicht zu unterschätzen – ein verändertes Fress- und Trinkverhalten. Manch ein routiniertes Pferd frisst am Turnierort keinen Halm weniger als zu Hause. Andere stehen die erste Nacht angespannt in der fremden Box und rühren das Heu kaum an.

Die folgende Übersicht fasst zusammen, womit auf einem Turnier zu rechnen ist – und was das jeweils für die Fütterung bedeutet:

Veränderung auf dem Turnier Mögliche Auswirkung auf das Pferd
Transport und längere Reisezeiten Stress, Flüssigkeitsverlust, verringerte Futteraufnahme unterwegs
Ungewohnte Umgebung, fremde Stallungen Unruhe, zögerliches Fressen in der ersten Zeit
Veränderte Fütterungs- und Trainingszeiten Unregelmäßige Raufutteraufnahme, längere Fresspausen
Erhöhte körperliche und mentale Belastung Höherer Bedarf an Struktur und Ruhephasen
Verändertes Fress- und Trinkverhalten Risiko für Verdauungsprobleme, geringere Wasseraufnahme

Diese Punkte greifen ineinander. Ein Pferd, das nach langer Fahrt in einer fremden Box steht und obendrein zu ungewohnten Zeiten gefüttert wird, hat gleich mehrere Baustellen auf einmal. Genau deshalb lohnt es sich, wenigstens einen Faktor konstant zu halten – und das Raufutter eignet sich dafür hervorragend.

Warum kontinuierliche Raufutterversorgung gerade auf Turnieren zählt

Pferde sind von Natur aus auf eine nahezu ununterbrochene Raufutteraufnahme eingestellt. Der Magen produziert kontinuierlich Magensäure, und nur das ständige Kauen und der dabei gebildete Speichel puffern diese Säure zuverlässig ab. Lange Fresspausen sollten deshalb möglichst vermieden werden – zu Hause ohnehin, auf dem Turnier aber ganz besonders, weil dort mit Stress ohnehin schon ein Risikofaktor für den Magen hinzukommt.

Ausreichendes Kauen fördert die Speichelproduktion, und Speichel ist der körpereigene Puffer schlechthin. Eine möglichst konstante Fütterung kann außerdem dazu beitragen, zusätzliche Belastungen durch abrupte Futterwechsel zu vermeiden. Und noch ein Aspekt wird im Turnierstress gern unterschätzt: Vertrautes, qualitativ hochwertiges Raufutter gibt dem Pferd ein Stück Sicherheit in einer ungewohnten Umgebung. Der bekannte Geruch, die gewohnte Struktur beim Kauen – das sind kleine Anker in einer Situation, die für das Tier sonst voller Neuerungen steckt.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Springpferd, das über Jahre denselben Heulieferanten gewohnt war, wurde auf einem mehrtägigen Turnier kurzfristig mit ortsüblichem Heu versorgt, weil der eigene Vorrat knapp kalkuliert war. Das Pferd fraß zögerlich, war am zweiten Tag verhaltener als sonst, und die Kotkonsistenz veränderte sich merklich. Nichts Dramatisches – aber genau die Art von vermeidbarer Unruhe, die man an einem Wettkampfwochenende nicht gebrauchen kann.

Welche Anforderungen Heu und Stroh auf Turnieren erfüllen müssen

Was zu Hause im Stall gilt, gilt auf dem Turnier in verschärfter Form. Die Qualität muss gleichbleibend hoch und verlässlich sein, das Raufutter hygienisch einwandfrei und möglichst staubarm. Gerade bei Pferden mit empfindlichen Atemwegen ist eine geringe Belastung durch Staub und Schimmelsporen kein Komfortmerkmal, sondern eine Grundvoraussetzung – und unter der Anspannung des Wettkampfs reagiert so manches Pferd empfindlicher als sonst.

Hinzu kommen die praktischen Anforderungen des Turnieralltags. Das Futter muss sich einfach transportieren und lagern lassen, gut portionieren und ohne großen Aufwand in die täglichen Abläufe einfügen. Pfleger, Reiter und das gesamte Turnierteam haben an einem Wettkampfwochenende genug zu koordinieren – da hilft jeder Handgriff, der sich unkompliziert erledigen lässt.

Warum die Mitnahme des gewohnten Raufutters sinnvoll ist

Aus all dem ergibt sich fast von selbst der wichtigste praktische Rat: Wer kann, nimmt das gewohnte Raufutter mit. Das vermeidet abrupte Futterwechsel, und das Pferd kennt Geruch, Geschmack und Struktur seines Futters bereits. Die Ration lässt sich dadurch auch unterwegs und am Turnierort möglichst konstant halten. Das erleichtert obendrein die Planbarkeit der benötigten Mengen, denn wer weiß, wie viel sein Pferd zu Hause frisst, kann den Turnierbedarf recht genau hochrechnen. Und nicht zuletzt bedeutet es mehr Sicherheit – für Pferdebesitzer, Reiter und Pfleger gleichermaßen.

Das ortsübliche Heu vor Ort ist selten schlecht, keine Frage. Aber es ist eben anders. Und „anders“ ist genau das, was man im Turniermanagement an möglichst wenigen Stellen haben möchte.

HD-Ballen von Heu und Strohhandel Lindner als praktische Turnierlösung

Genau an dieser Stelle spielen kompakte HD-Ballen ihre Stärken aus. Die HD-Ballen von Heu und Strohhandel Lindner sind durch ihre kompakte Ballenform platzsparend zu transportieren und bieten gute Möglichkeiten für Transport und Lagerung. Im Turnieralltag lassen sie sich unkompliziert handhaben, und das Raufutter kann bedarfsgerecht und kontrolliert eingesetzt werden. Für Turnierreiter, die Wert auf eine planbare Raufutterversorgung auch unterwegs legen, ist das ein echter Vorteil.

Der Platz ist auf dem Turnier nämlich fast immer knapp. Der Stauraum in Pferdetransportern und Begleitfahrzeugen ist begrenzt, und jede Ecke, die effizient genutzt wird, zählt. Kompakte Ballen ermöglichen eine platzsparende Lagerung am Turnierort und eine einfachere Organisation des benötigten Futtervorrats. Besonders bei mehrtägigen Turnieren und längeren Aufenthalten macht sich das deutlich bemerkbar – man denke an ein Turnier über eine ganze Woche, bei dem der komplette Raufuttervorrat von Anfang an mitreisen soll.

Die praktische Handhabung ist der zweite große Pluspunkt. Die Ballen lassen sich unkompliziert transportieren und lagern, entsprechend des individuellen Bedarfs einplanen und einfach in bestehende Fütterungsabläufe integrieren. Sie eignen sich für die Versorgung während der Anreise, am Turnierort und auf der Rückreise – und reduzieren den organisatorischen Aufwand bei der Raufutterbeschaffung vor Ort spürbar. Wer den Vorrat dabei hat, muss am fremden Ort nicht auf Suche gehen.

Wie viel Raufutter braucht ein Turnier?

Die Mengenfrage klingt trivial, wird in der Hektik der Vorbereitung aber gern zu knapp beantwortet. Als grobe Orientierung nimmt ein Pferd täglich etwa 1,5 bis 2 Kilogramm Raufutter je 100 Kilogramm Körpergewicht auf – bei einem 600-Kilo-Warmblut sind das rund 9 bis 12 Kilogramm Heu pro Tag. Für die Turnierplanung sollte man diesen Tagesbedarf mit der gesamten Aufenthaltsdauer inklusive An- und Abreisetag multiplizieren und den individuellen Bedarf des Pferdes berücksichtigen.

Ein Rechenbeispiel für ein viertägiges Turnier verdeutlicht die Größenordnung:

Posten Menge (Beispiel 600-kg-Pferd)
Tagesbedarf Heu ca. 10 kg
Turnierdauer inkl. An- und Abreise 4 Tage
Grundbedarf gesamt ca. 40 kg
Reserve (ca. 25 %) ca. 10 kg
Kalkulierter Gesamtbedarf ca. 50 kg

Die Reservemenge ist dabei kein Luxus, sondern Vorsorge: Verzögerungen bei der Abreise, ein spontan verlängerter Aufenthalt nach einer erfolgreichen Qualifikation oder ein Pferd, das aus Aufregung mehr knabbert als sonst – all das kommt vor. Der Raufutterbedarf sollte deshalb möglichst schon vor der Abreise kalkuliert und die Anzahl der benötigten HD-Ballen entsprechend geplant werden. Lieber einen Ballen zu viel im Transporter als am dritten Turniertag hektisch telefonieren.

Heu und Stroh auf dem Turnier richtig lagern

Das beste Raufutter nützt wenig, wenn es am Turnierort seine Qualität verliert. Der wichtigste Feind ist Feuchtigkeit. Heu und Stroh gehören auf eine saubere, möglichst trockene Lagerfläche und müssen vor Nässe geschützt werden – eine Palette oder Unterlage zwischen Ballen und Boden verhindert, dass Bodenfeuchtigkeit von unten hochzieht. Verunreinigungen sollten konsequent vermieden werden, und auch angebrochene Ballen bleiben besser trocken und geschützt.

Und ein Punkt, den erfahrene Pfleger verinnerlicht haben: Die Futterqualität wird während des gesamten Turnieraufenthalts regelmäßig kontrolliert. Ein kurzer Griff in den Ballen, eine Geruchsprobe – das dauert Sekunden und verhindert, dass unbemerkt feucht gewordenes oder muffiges Heu im Trog landet.

Organisation ist alles – Tipps für Reiter und Pfleger

Am Ende steht und fällt die Raufutterversorgung mit der Organisation. Wer die folgenden Punkte im Blick behält, hat die wichtigsten Stellschrauben beisammen:

  • Benötigte Raufuttermenge vor der Abreise kalkulieren und eine zusätzliche Reserve einplanen
  • Fütterungszeiten trotz Turnierablauf möglichst konstant halten
  • Ausreichend Wasser bereitstellen und das Trinkverhalten aufmerksam beobachten
  • Fressverhalten und Allgemeinbefinden des Pferdes über das gesamte Turnier hinweg im Auge behalten

Diese vier Dinge kosten kaum Zeit, machen im Zweifel aber den Unterschied zwischen einem entspannten und einem angespannten Pferd. Besonders das Trinkverhalten verdient Aufmerksamkeit, denn ein Pferd, das fremdes Wasser nur zögerlich annimmt, frisst oft auch weniger – beides hängt enger zusammen, als man denkt.

Von der Abreise bis zur Rückkehr ganzheitlich planen

Ein häufiger Denkfehler besteht darin, die Raufutterversorgung nur für die Tage am Turnier zu planen. Tatsächlich beginnt sie mit dem Verladen und endet erst, wenn das Pferd wieder in der heimischen Box steht. Die Versorgung während längerer Transporte gehört ebenso dazu wie ausreichende Mengen für den gesamten Aufenthalt und Reserven für unvorhergesehene Verzögerungen. Und die Rückreise darf bei der Mengenplanung nicht vergessen werden – ein leerer Transporter auf dem Heimweg ist ärgerlich, ein hungriges Pferd darin deutlich mehr.

Das Ziel bleibt über die gesamte Turnierreise dasselbe: eine möglichst verlässliche und konstante Raufutterversorgung, vom ersten Kilometer bis zur Rückkehr.

Fazit für die Praxis

Eine gut geplante Raufutterversorgung ist ein zentraler Bestandteil des Turniermanagements – nicht das Detail am Rande, für das es zwischen Warm-up und Prüfung sein sollte. Vertrautes, hochwertiges Heu und Stroh hilft, unnötige Futterwechsel zu vermeiden, und kompakte HD-Ballen erleichtern Transport, Lagerung und die tägliche Handhabung. Gerade bei großen, mehrtägigen Turnieren wie dem CHIO Aachen oder einer Weltmeisterschaft bieten planbare Futtermengen und praktische Ballenformate handfeste Vorteile.

Wer das Raufutter vorausschauend kalkuliert, das Gewohnte mitnimmt und unterwegs sauber lagert, sorgt für zweierlei zugleich: die bestmögliche Versorgung des Pferdes und einfache, zuverlässige Abläufe für Reiter und Pflege. Und ein ausgeglichenes, gut versorgtes Pferd ist am Ende die beste Grundlage für eine starke Runde im Parcours.


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Quellenverzeichnis

  • Coenen, M. / Vervuert, I. (2020): Pferdefütterung. 6. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
  • Meyer, H. / Coenen, M. (2014): Pferdefütterung. 5. Auflage, Enke Verlag, Stuttgart.
  • Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) (2014): Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Pferden. DLG-Verlag, Frankfurt am Main.
  • Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) (2019): Richtlinien für Reiten und Fahren, Band 4: Haltung, Fütterung, Gesundheit und Zucht. FNverlag, Warendorf.
  • Zeyner, A. et al. (Hrsg.) (2018): Fachbeiträge zur Raufutterqualität und Futterhygiene beim Pferd, in: Pferdeheilkunde Equine Medicine.
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